Lebenswerk
Monday, August 30th, 2010Die erste Chern-Medaille für das Lebenswerk erhielt nicht ganz unerwartet ein Mathematiker, der zuvor den Fields-Medaillen entkommen war. Louis Nirenbergs Arbeiten - obgleich im Kern bei den partiellen Differentialgleichungen anzusiedeln - strahlen beachtlich auch in viele andere Teile der Mathematik aus.
Sehr typisch für die “Großen” ein kleiner Dialog am Rande. Während eine Reihe von Autoren nicht selten penibel darauf bedacht sind, dass ihre Arbeiten möglichst vollständig und aktuell bis zum letzten gedruckten Konferenzvortrag aufgenommen sind, war Nirenbergs Reaktion, als in einer Springer-Laudatio seine 177 Publikationen erwähnt wurden:
Unmöglich, so viel kann ich gar nicht gemacht haben! Haben Sie noch die von dem anderen Nirenberg, Ricardo, mitgezählt?
(Es gibt sogar vier “andere”, aber die 177 stimmt trotzdem.)