On the rail (XIV)
Monday, May 31st, 2010Zurück in Berlin. Dunkel und trübe.

Lieber kein Foto vom Schreibtisch (oder vielmehr, was diesen verdeckt).
Zurück in Berlin. Dunkel und trübe.

Lieber kein Foto vom Schreibtisch (oder vielmehr, was diesen verdeckt).
Das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der Ereignisse dieser Jahre, an denen Karpow und Kasparow beteiligt waren. Doch schon nach einem flüchtiger Blick erkennt man, dass die Schachspieler schwierigen Zeiten entgegen sehen, falls die zerstörerische Energie zweier Sprößlinge der sowjetischen Schachschule sich in der Position des FIDE-Präsidenten konzentriert. Ich denke, dass dies nicht geschehen wird.
Jewgenij Barejew (Übersetzung Schlussabsatz OT) fasst in der Nezavisimaia gazeta etwas verkürzt die Aktivitäten der K&Ks in der Schachpolitik zusammen.
Unglaublich, aber wirklich geht es endlich wieder Richtung Heimat. Nur noch eine kleine Zwischenstation in Hannover, aber man traut sich noch weniger aus dem Bahnhof als sonst schon.

Was machen bloß die ganzen Hoologans auf dem Vorplatz? Bundesliga ist doch vorbei?
Bei allem Familiensinn hoffte Milli, hier nicht mehr lange Gesellschaft leisten zu müssen. So bald wie möglich wollte sie zu Marcel hinüber, um bei Wieczinskys Platten zu hören oder im Kaminzimmer, wo die Uhr gemächlich unter ihrem Glassturz kreiste, Schach zu spielen.
(Aus: Tule Hinrichs Sofa.)
Bilder vom Umsteigen in Kassel erspare ich den leidenden rz-Lesern. Direkt weiter nach … Paderborn!

Spottet nicht - mathematisch fast der interessanteste Termin der Reise. Auch wenn dem Ort gemeinhin etwas Provinzialität nachgesagt wird.

Diese schon aus Kindheitstagen wohlbekannte Stelle können wir dem Leser natürlich nicht ersparen:
Die Sonne ging auf bei Paderborn/Mit sehr verdroßner Gebärde/Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft/Beleuchten die dumme Erde!
Und wieder geht es auf zur nächsten Station.

Zum Glück habe ich in Eggenstein mit einer Kanne Kaffee gedopt. Die DB-Lounge in Hbf Karlsruhe dürfte zu den meistangekündigten und -verschobenen Bahnvorhaben zählen. Ob es hilft, eine Kundeninitiative zu gründen?

Noch keine Umbauzeichen dort oben. Aus 2010 wird wohl nichts.
Rechtzeitig Karlsruhe.

Der frischumbenannte KIT-Campus Nord ist inzwischen schon fast nicht mehr als ehemaliges Atomforschungszentrum erkennbar (na gut, die Bäume müssen noch etwas wachsen, um den großen Schornstein zu verdecken). Demnächst sollen sogar die Eingangskontrollen gelockert werden (diverse Jahre nachdem kein spaltbares Material mehr in nennenswerter Menge vorhanden ist).
Nächster Umsteigetermin ist dann Flughafen Frankfurt. Ein Kaffee wäre nett, aber wenn man sie am dringendsten braucht, ist die DB-Lounge natürlich noch geschlossen.
Manchmal schlagen die Verbindungen schon eigenartige Kapriolen. Wo landet man, wenn sich das Nachmittagsmeeting in Bremen hinzieht, man aber zu einem Frühtermin in Karlsruhe muss?

Richtig, gegen 4 Uhr früh zum Umsteigen in Köln. (Doch siehe! dort im Mondenschein…)
Wieder ab Bremen - goodbye.