Zurück! (IX)
Jedenfalls erst einmal, so zwischendurch.
Was passiert? Was so auffällt:
1. Illu nackt.
Vielleicht hat Illu ja früher was zu sagen gehabt (vielleicht war er schon früher nur einflußarmer Finanzier der Blase von Makro & Co.) - jetzt ist er offensichtlich nur noch Attrappe von Schukow und Dworkowitsch. Verlegung der Kandidatenmatche nach Kasan auf Weisung im gewohnten konzeptionslosen FIDE-Stil.
2. Robi nackt.
Ein Gesprächstermin mit der Nationalmannschaft kam leider nicht zu Stande, weil der Präsident frühestens im Herbst wieder einen Termin für Schach erübrigen kann - so hört man von Jan G. Zwischendurch will er ja auch nur ECU-Chef werden, offenbar auch, ohne sich darum zu kümmern. Transparenz bringt Sponsoren, lautet das Leitbild seiner Bewerbung. Jedenfalls aber weniger als € 10.000 für das wichtigste Mannschaftsereignis im Schach - da ist wohl entweder die Gleichung noch nicht ganz vollständig, oder die Transparenz im DSB noch nicht viel wert.
3. Ein Trainer, der nicht trainert, ist eine Träne (und keine wert).
Ungewohnt offen ist derzeit überall nachzulesen, dass der Bundestrainer seine Arbeit nicht macht (etwa auch, dass wie selbstverständlich für das Training der Nationalmannschaft schon in Dresden extra Leute angestellt wurden, und dass dieser Punkt (nämlich die Sondertrainer - dass ein sinnvolles Training mit Bönsch möglich wäre, zog offenbar keiner mehr in Betracht) eine der kritischen Fragen beim Olympia-Eklat waren. Auf weitere Verdienste, etwa im Bereich der Verwandtenbeschäftigung und der Trainerakademie, hatten wir ja schon hingewiesen.
Im übrigen vertreten wir hier seit Jahren, dass Uwe Bönsch fristlos entlassen werden sollte.
4. Kleine Lügen (I)
Doch es fehlen 20.000€, um die Teilnahme der besten Auswahl an der diesjährigen Schacholympiade zu gewährleisten.
Haben Arkadij Naiditsch, Daniel Fridman, Georg Meier und Jan Gustafsson (”unterstützt vom Präsidenten des Deutschen Schachbundes, Herrn Robert von Weizsäcker”) unterschrieben.
Jetzt liest man in SCHACH, dass eigentlich 10.000 € gereicht hätten, und die Summe im Erfolgssinne “bewusst etwas höher angesetzt wurde”. Gustafsson hat offenbar kein Problem mit solchen Statements. Bin ich der einzige?
5. Kleine Lügen (II)
Richtig ist, dass Georg Meier den über drei Jahre laufenden Sponsoring-Vertrag, der ihm Gesamt-Netto-Zuwendungen von 20.2000 € pro Jahr garantierte, nach Ablauf der Saison 2008/2009 mit der einzigen Begründung gekündigt hat, dass die vertraglich festgelegte Beschränkung auf die Teilnahme an nur einer weiteren Liga sein schachliches Fortkommen behindere und er finanziell nunmehr dank der A-Kader-Förderung durch den DSB abgesichert sei.
Das ist nur eines der erstaunlichen Statements von Werders Gegendarstellung zu Georg Meiers Abrechnung mit dem Ex-Verein. Eine finanzielle Sicherung, für die man mal eben auf 20.200 € im Jahr verzichten kann, dürfte so schlecht nicht sein. Trotzdem bedarf sie offenbar einer deutlichen Aufstockung, falls man auch mal was dafür tun soll (wie im Olympiadefall). Hallo? Freilich haben sich Punkte der Darstellung (wie die Bezahlung von Pelletier) als zweifelhaft erwiesen. Bei allen normalen unterschiedlichen Sichtweisen scheint hier doch an mehreren belastbaren Stellen des Rosenkriegs mindestens eine Seite deutliche Gedächtnislücken aufzuweisen.
6. Kleine Lügen (III)
Es gebe aber immer Menschen, die sich nicht an die Spielregeln hielten. [..] Dass “Menschen von oben herunterfallen” sei ein Fall gewesen, der überhaupt nicht in dem Sicherheitsplan vorgesehen gewesen sei, betonte Schreckenberg.
Wir hatten hier schon verschiedentlich auf Entwicklungen in verschiedenen Forschungsgebieten hingewiesen, die einen schleichenden Verlust an Wissenschaftlichkeit bedeuten - insbesondere auch bei Computermodellierern, die de facto nur noch über ihre eigenen Programme und deren In- und Output “forschen”. Die Realität hat sich gefälligst anzupassen. (Wobei sich wohl zusätzlich allmählich herausstellt, dass nicht einmal die Behauptung der “herunterfallenden Menschen” stimmt.)
July 29th, 2010 at 7:13 pm
Punkt 5 finde ich nun fürbaß erstaunlich, da Najditsch ja in seinem offenen Brief auf chessvibes schreibt, dass sich seine Förderung durch den DSB auf 800,- Euro p.a. beliefe. Kann mir nicht vorstellen, dass Meier Faktor 25 bekommt.
July 29th, 2010 at 10:08 pm
Georg Meier war (ist?) in einer besonderen Position, weil er von den Männern als einziger in der Sonderförderung war und dadurch finanziell unterstützt wurde.
Ich meine mich auch erinnern zu können, dass er in einem Interview nach der Olympiade (vielleicht in “Schach”) gesagt hat, er habe persönlich sehr von der Förderung der Jugendolympiamannschaft profitiert. Ähnlich äußerte er sich jedenfalls vorher im April 2008 bei Chessbase (http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=7654), Zitat:
“Frage: Wie unterstützt euch der Deutsche Schachbund bei der Vorbereitung auf die Olympiade? G. Meier: Er übernimmt die Kosten für etliche wichtige Turniere und etwa drei- bis viermal im Jahr organisiert er Trainingssitzungen für die Jugendmannschaft. Auf der Trainerliste stehen so berühmte Namen wie Yusupov, Dorfman, Karsten Müller und in der letzten Zeit vor allem Ribli, mit dem mir das Training am meisten Spaß macht. Mit Spielern aus dem ‘goldenen Zeitalter’ des Schachs zu trainieren, ist etwas ganz Besonderes. Einfach deshalb, weil sie Schach auf klassische Weise gelernt haben, und wenn man mit ihnen arbeitet, dann spürt man ihre Liebe zum Schach. Für mich ist das immer sehr schön und bereichernd. Da er herausragt, erwähne ich Anatoly Karpov gesondert. Das Jugendteam hat auch ein paar Trainingssitzungen mit ihm absolviert, und wenn man strategische Stellungen verstehen will, dann kann es nichts Besseres geben, als mit diesem Schachgenie zu analysieren. Die Unterstützung, die wir zur Zeit vom Deutschen Schachbund erhalten, ist allerdings außergewöhnlich, denn dies ist die Vorbereitung auf die Olympiade in unserem Land. Nach diesem großen Ereignis hört das leider alles auf.”
Aktuell sind Meiers Äußerungen natürlich eher kritisch (http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=10555), Zitat Meier Juni 2010:
“Wenn man das mit Holland vergleicht, sind die Unterschiede krass. Bei uns liegt der Fokus meinem Eindruck nach auf dem Breitenschach. Die Spitze spielt keine besondere Rolle. In Holland besitzen die Profis dagegen einen ganz anderen Status. In jedem europäischen Land differiert die Gewichtung zwischen Spitze und Breite – so schlecht wie in Deutschland ist es meines Erachtens für Profis aber nirgends! Leider ist es so schwer. Man stelle sich nur vor Anish Giri wäre beispielsweise in Deutschland gelandet … Er wäre lange noch nicht da, wo er jetzt steht, denke ich.”
July 29th, 2010 at 11:07 pm
Da es nun thematisiert wird,gehe ich gerne auf meine Situation ein,damit keine Spekulationen entstehen.
Werder Bremen profitiert davon dass sie das letzte Wort haben,wenn ich nicht juristisch gegen sie vorgehe.Jedenfalls ist das Meiste aus der Gegendarstellung nach dem Schema eine kleine Prise Wahrheit,der Rest wird so hinzugedichtet wie es uns passt,verfasst.Demnach erfolgte auch keine Recherche:Ich bin erst seit 2010 im A-Kader.Es kann natürlich nur die Rede von der Sonderförderung sein,aber dass ich das als finanzielle Absicherung dargestellt haben soll ist doch absurd,wer lebt denn davon dass er Trainings bezahlt bekommt? Von Werder Bremen habe ich übrigens 13.200€ für das eine Jahr erhalten.7000€ waren für die Finanzierung von Training und Turnieren veranschlagt.Gut dass ist alles nicht mehr so wichtig,aber leider entsteht ein falscher Eindruck,wenn man der Bremer Darstellung Glauben schenkt…
Jetzt also zum eigentlichen Thema:Es stimmt ,die JOM war sehr gut für meine Entwicklung,aber es war eine einmalige Sache,von der die jetzige Jugend zu meinem Bedauern nicht mehr profitieren kann.Ein Jahr lang (2009) erhielt ich die Sönderförderung des DSB,die weitaus geringer ausfällt als die vergleichbare Förderung bei Bremen.Desweiteren wird die Sonderförderung jedes Jahr weiter gekürzt und enger reglementiert(ohne Sinn),so dass sie weniger nützt.Es waren mal 6000€/Jahr jetzt sind es gerade mal über 4000€.
Ich sollte auch 2010 weiterhin die Sonderförderung erhalten.Jetzt war ich in der Situation zu sehen,dass es jedem anderen Nationalspieler schlecht geht,was Förderung (praktisch fehlend) angeht.Der Einsatz des DSB beschränkt sich auch nur darauf bestehende Förderung immer weiter zu kürzen und etwas Vergleichbares zur JOM wird es vermutlich die nächsten Jahrzehnte auch nicht mehr geben.Aussicht auf Besserung-Fehlanzeige.
Deshalb entschied ich mich,Solidarität mit den anderen Spielern zu beweisen und die unter diesen Umständen inakzeptable Honorierung der Nationalspieler genauso wenig zu akzeptieren wie die anderen.
In Konsequenz wurde natürlich meine Sonderförderung für 2010 gestrichen,sodass ich jetzt tatsächlich in der selben Situation wie die anderen Spieler bin.Das war es mir aber wert,denn die jetzige Initiative der mittlerweile Ex-Nationalmannschaft,hätte nicht annähernd die selbe Wirkung wenn sie nicht von allen Spielern gleichermaßen getragen würde.
Wir können nur auf diesem Wege erreichen,dass sich beim DSB etwas (ertsmal hoffentlich personell)ändert,Weiteres Abwarten würde alles nur weiter verschlechtern.Ob es nun am Ende etwas bringt,zeigt nur die Zeit,aber die bestehenden Zustände hinnehmen,nur weil ich dann als Einziger noch etwas vom Kuchen abbekäme,kam nicht für mich in Frage.
Mancher stellte die Spieler daraufhin als geldgierig dar,ich hoffe es ist klar dass es die Spieler sind die hier etwas opfern,damit die Karten auf den Tisch kommen.
Um zum Schluß zu kommen,wenn der DSB seine Spieler angemessen fördern und unterstützden würde und echtes Bemühen erkennbar wäre,hätte es wohl nie eine Diskussion über die Honorare gegeben.
July 30th, 2010 at 10:14 am
@ georgmeier
Vielen Dank für die offenen Worte!
Inzwischen ist klar, dass es im Konflikt mit dem DSB nicht nur um ein paar Euros für wenige Nationalspieler geht, sondern darüber hinaus um die Förderung des Spitzenschachs insgesamt (Konzeption, Finanzierung, Personal).
Was macht denn in diesem Bereich Holland (oder auch andere Länder) besser? Welche Möglichkeiten hätte z. B. Giri in Deutschland nicht gehabt?
July 30th, 2010 at 10:26 am
Meines Erachtens bleiben noch immer ein paar offene Fragen.
Vor allem nach der Kommunikationsstrategie des A Vierers. Wenn man etwas bewegen möchte, ist es schon gar merkwürdig, wenn man nach dieser Tat (nicht für Deutschland zu spielen) im Wesentlichen schweigt. Und das erste, was man dann zu lesen bekommt, ist ein Kübel voller Spott und Hohn gegen das DSB-Präsidium.
Für den Außenstehenden ist es da schwer, zu urteilen, auch wenn einige Dinge schon auffällig sind: Wie soll es jemand zeitlich schaffen, neben der Professur aktiver FernschachGM zu sein und noch DSB-Präsi? Wie kann es sein, dass die DEM zeitgleich mit der Euro stattfindet? usw.
July 30th, 2010 at 10:57 am
@Suizido: In Schach 8/2010 haben sich Georg, Arkadij und vor allem Jan zum Thema geäussert. Dennoch gebe ich Dir grundsätzlich recht, dass ich die Kommunikation strategischer ausgerichtet hätte.
July 30th, 2010 at 12:11 pm
Erst einmal vielen Dank an alle! Heute steht noch eine Zugfahrt nach Bremen an (nein, nicht zum Till-Besuch
) - mit etwas Glück schaffe ich es, eine kleine Zusammenfassung zum Thema zu schreiben.
July 30th, 2010 at 12:38 pm
“Dennoch gebe ich Dir grundsätzlich recht, dass ich die Kommunikation strategischer ausgerichtet hätte. ”
Zumal ich mich frage, was eigentlich passiert wäre, wenn JG mit seinem Sponsorenvorstoß Erfolg gehabt hätte.
Konsequent wäre es doch gewesen, von Anfang an klar zu machen, dass sich nicht nur die Honorare, sondern ganz grundsätzlich beim DSB etwas ändern muss. So einen “Bettelbrief” sollte nicht JG, sondern ein professioneller Fundraiser beim DSB schreiben. Nur einen solchen gibt es dort wohl nicht.
July 30th, 2010 at 1:22 pm
Ich fürchte, dass Spieler wie Funktionäre glauben, dass mehr oder weniger klangvolle Namen wie von Weizsäcker oder Naiditsch ganz von selbst Geld in die Kassen spülen. Von Marken und Vermarktung hat man wohl noch nichts gehört, und „Fundraising“ hat halt nicht wirklich was mit Betteln zu tun.
July 30th, 2010 at 8:04 pm
@wilhelm:
Der hollaendische Bundestrainer Vladimir Chuchelov (der auch ueber viele Jahre mein Trainer war) arbeitet mit jedem der Nationalspieler im Einzeltraining,trainiert Gruppen von talentierten Jugendlichen und betreut die Nationalmannschaft intensiv schachlich bei Olympiaden und Mannschafts-EM.
Er hilft jedem bei der Vorbereitung und durch seine regelmassige Einzel-Arbeit mit jedem der Nationalspieler ist er auch in der Lage eine wesentliche Hilfe zu sein.
Er ist wahrscheinlich ein Musterbeispiel dafuer wie die schachliche Arbeit eines Bundestrainers auszusehen hat.
Boensch entspricht fast exakt dem Gegenteil,wiegesagt liegt seine schachliche Unterstuetzung der Spieler liegt bei 0 und ich werde nicht ueber die “Vorbereitungslehrgaenge” berichten damit es nicht allzu peinlich fuer ihn wird.
Das ist der einzige Punkt den ich wirklich vergleichen kann.Ich gehe davon aus dass der Verband dort Vieles besser macht,aber aus eigener Erfahrung kann ich dazu nichts sagen.
Was Anish Giri abgesehen davon unheimlich geholfen hat ist die vielzahl an Rundenturnieren,Matches etc.die in Holland unter grosser Beteiligung der einheimischen Spitzenspieler durchgefuehrt werden.
Wijk aan zee,Essent Crown Group,Youth vs.Experience in Amsterdam sind nur die bekanntesten dieser Veranstaltungen.Anish Giri hat in seiner kurzen Karriere dadurch schon gegen mehr Weltklassespieler antreten koennen als beispielsweise ich,und das erlaubt ihm natuerlich auch sein Potenzial viel leichter auszuschoepfen.Ich nehme an es ist klar dass man kein Weltklasse GM werden kann indem man 90 aus 100 gegen 2400 macht,ohne gegen wirklich gute Leute zu spielen,auch wenn man dann wohl ueber 2700 waere.Das Klingenmessen mit den Besten ist durch nichts zu ersetzen.Und eben diese Moeglichkeit haette ein Anish Giri in Deutschland nicht gehabt.”Nebenbei” hebt es auch deutlich die Trainingsmotivation wenn man solche Herausforderungen vor Augen hat.
Ich kann denen die von schlechter Kommunikation und mangelnder Organisation beim Fundraising sprechen nur zustimmen.Das sieht alles nicht gut aus.Zur Entschuldigung der Spieler muss ich anfuehren dass wir wirklich glaubten der DSB wuerde auf uns zu kommen.So dass ein erster Schritt getan,die Olympiade gerretet und dann in Ruhe weiter darauf haette aufgebaut werden koennen.Der DSB liess aber viel Zeit verstreichen um nichts zu bewirken und so blieb uns,als wir wenige Wochen vor Meldeschluss vor vollendete Tatsachen gestellt wurden nichts Anderes uebrig als der kurzfristige Spendenaufruf.
July 31st, 2010 at 5:27 pm
@ georgmeier
Danke nochmals für die freimütigen Auskünfte!
Ich habe mir auf der Website des DSB die Leistungssportkonzeption und den Rahmentrainingsplan angesehen (http://www.schachbund.de/intern/referate/leistungssport/dokumente/Konzeption_LS_Stand_20100712.pdf und http://www.schachbund.de/intern/referate/leistungssport/dokumente/Rahmentrainingsplan.pdf). Das liest sich zwar gelegentlich hausbacken bis komisch, enthält aber auch klare Aussagen über die Zuständigkeiten der Leistungssportkommission insgesamt wie die der einzelnen Personen. Danach gehören z. B. “Einzeltraining mit Weltklassespielern” oder “Internationale Einzelturniere” zum Trainings- und Wettkampfprogramm des A/B-Kaders. Insbesondere ist danach der Bundestrainer zuständig für “konkrete Einzelmaßnahmen der Spitzensportförderung” und die “Erstellung von Trainingsprogrammen für DSB-Kaderspieler”. Insofern scheinen mir einige Forderungen der Spieler völlig im Einklang mit geltenden Beschlüssen zu sein.
Was mir beim Lesen von z. B. Schach/08 auffällt, ist der Vertrauensverlust gegenüber von Weizsäcker, Deventer und Bönsch, von denen das A-Team offensichtlich sehr enttäuscht ist. Aber was ist eigentlich mit Horst Metzing? Als Sportdirektor hat er doch auch eine wichtige Funktion in der Leistungssportkommission.
Eine (wahrscheinlich ziemlich naive) Anregung: Warum nicht den Schwung der momentanen Solidarität für einen gemeinsamen Blog nutzen. Domains wie etwa “gmtalk.de” sind noch viele frei. Und ein paar gelegentliche Partien, Berichte, Stellungnahmen etc. würden niemandem schaden und viele freuen. Die Kosten wären null bis gering und notfalls fände sich sicher auch noch ein freiwilliger Webmaster. Und falls es gut läuft, könnte sogar ein Sponsor daran Gefallen finden.
Noch ein Hinweis: Radoslav Wojtaszek berichtet in einem Interview (http://www.chessintranslation.com/2010/07/wojtaszek-on-being-anands-second/) von finanziellen Schwierigkeiten auch bei der polnischen Nationalmannschaft. Wobei in Polen aber trotzdem manches besser laufen dürfte als in Deutschland, wie der starke Nachwuchs zeigt. Wojtaszek spricht aber auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Spielern auf höchstem Niveau an.
August 1st, 2010 at 3:01 pm
Hier antwortet der Polnische Verbandspräsident, auch sehr interessant, im Hinblick auf Sponsoring und den dortigen “Bundestrainer”:
http://www.chessintranslation.com/2010/07/the-polish-chess-federation-responds/
Eine Antwort des Deutschen Präsidenten auf den Brief von A. Naiditsch wäre auch ganz interessant. Allein, er hat vermutlich keine Zeit dafür …