Magdeburger Pokalzwischenrunde - 2/2 mit Spaß dabei (III)
Ich hätte mit den Partien gar nicht erst anfangen sollen - die Analyse
wächst sich mal wieder aus. Damit es nicht zu viel auf einmal wird, teile ich den Achtelfinalkampf gegen unsere Gastgeber noch einmal in zwei chronologische Teile und bringe hier erst einmal die zuerst beendeten Bretter 2 und 4.
Von Herman,U - Offinger,R [D23]
Deutscher Mannschaftspokal Zwischenrunde Magdeburg (3.2), 14.01.2007
Auch in seiner 2. Weißpartie hat Ulf risikolos Druck aufgebaut.
19…Td8? Gibt einen Bauern ab. 19…Lb6 20.Sd5 Sxd5 21.exd5 De7 22.De2 (22.dxc6 Sd3! 23.cxb7 Sxf2=) 22…f6 23.dxc6 bxc6= 20.Sd5 cxd5 21.Txc5 De7 22.exd5 Sd3 23.Tc7 Db4 24.Dd2 Sxd5 25.Dxb4 S5xb4 26.Txb7 Sxa2 Die folgende Phase ist von einer Reihe wechselseitiger Ungenauigkeiten geprät. Angesichts des reduzierten Materials ist es fast erstaunlich, welche Knäuel die Leichtfiguren dabei bilden - die Varianten sind am Brett kaum zu berschauen.
27.Txa7? 27.Lc7 27…Sab4? 27…Sxf4= 28.Ld2 Sc2 29.Lc3 Kh7 30.Tc7 Sde1 31.Lb7 Td1 32.Kh2 Sd3
33.f4? Macht den wK zu nackt. 33.Sc5! Sxc5 (33…Sxf2? 34.Kg2 Sd3 35.Se6! Sxb2 36.Sf8+ Kg8 37.Sxg6 fxg6 38.Le4!)Wer sieht das in der Zeitnot? 34.Txc5 33…Se3 34.Ld4 Sf5 35.Lc3 Se3 36.Ld4?! 36.Te7 Sf5 37.Te2 36…Sf5 37.Lb6? Gibt den Vorteil weg. 37.Lf3 Tb1 38.Tb7 Se1 (38…Sxb2? 39.Le4) 39.Lc6 Sxd4 40.Sxd4 Td1+/- 37…Tb1
38.Ld4? Danach steht Weiß schon schlechter. 38.Tc2 Sxf4! 39.Td2 (39.gxf4 Sd6) 39…Sd6 40.Txd6 Txb2+= 38…Sxd4 39.Sxd4 Txb2+ Mit rechtzeitigem Remis. 39…Txb2+ 40.Kg1 Tb1+ 41.Kh2 Tb4 42.Sf3 Tb2+ 43.Kg1 Sf2 44.h4 Le4 45.Lxe4+ Sxe4=/+ ist nicht schlimm, aber unangenehm. 1/2-1/2Windelband,J - Giemsa,S [C18]
Deutscher Mannschaftspokal Zwischenrunde Magdeburg (3.4), 14.01.2007
Schwarz hat die Eröffnung etwas verschlafen und steht im Franzosen kritisch.
13…f6 Sieht gewagt aus, aber nur diese Aktivität hilft gegen den drohenden Königsangriff. 14.Dd2 14.Th4!? wäre eine interessante Alternative, die den Turm aktiv auf die g-Linie bringt. 14…fxe5! 15.Sxe5 15.Lxh6? e4 15…cxd4 16.Sxc6 16.Sg6?! Txf4=/+ 16…Dxc6 17.cxd4 Da4 18.Ld6 18.Lxh6 gxh6 19.Dxh6 Sf5 hält durch. Der schwarze Gegenstoß kam noch gerade rechtzeitig. 18…Tf7
19.Lg6?! Vorteil behält hier m.E. der Trick 19.Kg1! Lb5? (19…Sf5+/=) 20.Lg6. Allerdings ist das weiße Vorgehen verständlich - das Opfer auf h6 sieht einfach gut aus. Dabei bringt es gar nicht so viel. 19…Sxg6 20.hxg6 Tf6?! Noch strenger wäre 20…Tf5! 21.Txh6 Tc8 mit sehr gutem Endspiel. 21.Txh6 Le8 22.Th3 Lxg6 23.Tc3 Dd7 24.Le5 Tf7 25.Te1 Tc8 26.Tee3 Db5+ 27.Kg1 Txc3 28.Txc3
28…Db1+? Der entscheidende Fehler - die Dame entfernt sich zu weit. 28…Tf5+/= 29.Kh2 Tf5 30.g4? Verpasst die sofortige Entscheidung 30.Tc7 Tf7 (30…Lf7 31.Tc8+ Kh7 32.Th8+) 31.Tc8+ Kh7 32.Dg5+- 30…Tf7 31.Tc8+ Tf8? 31…Kh7 32.Dg5 1-0

























January 22nd, 2007 at 7:59 pm
Analysen von Robert Offinger zu Von Herman - Offinger gibts hier:
http://www.math.uni-magdeburg.de/~rooff/Schach/Herman.html
January 23rd, 2007 at 7:30 am
Danke! Was mal wieder beweist, wieviel mehr die Beteiligten während einer Partie sehen.